Zinseszins
Der Effekt, dass auch bereits gutgeschriebene Erträge wieder Erträge erwirtschaften. Über lange Zeiträume der stärkste Hebel beim Vermögensaufbau.
Der Zinseszins entsteht, wenn Erträge nicht ausgezahlt, sondern wieder angelegt werden und danach selbst Erträge abwerfen. Dadurch wächst das Kapital nicht linear, sondern exponentiell — am stärksten über lange Zeiträume.
Zwei Stellschrauben bestimmen den Effekt: die Rendite und die Dauer. Jahre sind dabei wichtiger als der Anfangsbetrag; wer früh anfängt, profitiert überproportional. Umgekehrt wirken Kosten (z. B. hohe Fondsgebühren) über Jahrzehnte ebenfalls „auf Zinseszins" gegen dich.
Wichtig ist der Blick auf die reale Rendite nach Inflation und Steuern, nicht nur auf den nominalen Wert.
Beispiel: 10.000 € werden bei 5 % jährlicher Verzinsung nach 10 Jahren zu rund 16.289 €, nach 30 Jahren zu rund 43.219 € — ohne weitere Einzahlung.
