Für Kinder anzulegen lohnt sich vor allem wegen des langen Anlagehorizonts: Über 18 Jahre entfaltet der Zinseszins seine volle Wirkung, schon kleine Sparraten wachsen deutlich. Am einfachsten geht das mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan. Wichtig ist die Frage, auf wessen Namen das Depot läuft: Ein Junior-Depot auf den Namen des Kindes nutzt dessen eigene Steuerfreibeträge (Sparerpauschbetrag, Grundfreibetrag) und ist steuerlich oft günstiger — allerdings gehört das Geld dann rechtlich dem Kind und steht ihm mit 18 uneingeschränkt zur Verfügung. Wer die Kontrolle behalten möchte, spart im eigenen Namen. Beide Wege sind sinnvoll; der größte Fehler ist, gar nicht anzufangen.
Kaum eine Geldanlage hat so gute Voraussetzungen wie die für ein Kind: Es bringt das mit, was allen anderen fehlt — sehr viel Zeit.
Zeit ist der größte Vorteil
Über 18 Jahre entfaltet der Zinseszins seine volle Kraft. Schon 25 bis 50 € im Monat werden über diesen Zeitraum zu einer ordentlichen Summe — je früher du beginnst, desto stärker der Effekt. Rechne dein Szenario im ETF-Sparplan-Rechner durch.
Der einfachste Weg: ETF-Sparplan
Auch beim Sparen für Kinder gilt: Ein breit gestreuter, thesaurierender Welt-ETF im Sparplan ist die solideste Wahl — günstig, einfach, renditestark. Sparbücher und Ausbildungsversicherungen bringen nach Kosten und Inflation meist zu wenig.
Auf wessen Namen?
Die zentrale Entscheidung:
- Junior-Depot (Name des Kindes): nutzt die eigenen Steuerfreibeträge des Kindes — steuerlich oft günstiger. Aber: Das Geld gehört rechtlich dem Kind und steht ihm mit 18 frei zur Verfügung.
- Eigener Name: volle Kontrolle und Flexibilität, dafür fallen deine eigenen Steuern an.
Beides ist legitim — wähle nach deinem Bedürfnis nach Kontrolle und Steuervorteil.
Steuer clever nutzen
Ein Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag und Grundfreibetrag. Bleiben die Erträge darunter, sind sie steuerfrei — mit einem Freistellungsauftrag und ggf. einer Nichtveranlagungsbescheinigung. Achte nur darauf, dass hohe Kindeseinkünfte die beitragsfreie Familienversicherung nicht gefährden.
In Kürze
- Zeit ist der größte Hebel — früh und regelmäßig anfangen.
- ETF-Sparplan schlägt Sparbuch und Ausbildungsversicherung.
- Junior-Depot spart Steuer, gibt dem Kind aber mit 18 die Kontrolle.
- Kindes-Freibeträge nutzen — Szenario im Rechner prüfen.
Beim Sparen für Kinder ist Zeit der stärkste Verbündete: Schon kleine monatliche Beträge werden über 18 Jahre durch den Zinseszins zu einer ordentlichen Summe. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan ist auch hier die einfachste Lösung. Läuft das Depot auf den Namen des Kindes, hat es eigene Steuerfreibeträge — dafür gehört das Geld rechtlich dem Kind und steht ihm mit 18 frei zur Verfügung. Wer die Kontrolle behalten will, spart im eigenen Namen. Beides ist legitim; entscheidend ist, überhaupt früh anzufangen.
Häufige Fragen
Wie viel sollte ich für mein Kind sparen?+
Wichtiger als die Höhe ist der frühe Start. Schon 25 bis 50 € im Monat werden über 18 Jahre durch den Zinseszins zu einer beachtlichen Summe. Erhöhe die Rate, wenn es das Budget erlaubt — und lenke Geldgeschenke von Großeltern gleich in den Sparplan.
Junior-Depot oder auf eigenen Namen?+
Ein Depot auf den Namen des Kindes nutzt dessen eigene Steuerfreibeträge und ist steuerlich oft günstiger. Der Haken: Das Geld gehört rechtlich dem Kind und steht ihm mit 18 frei zur Verfügung. Wer die Kontrolle behalten oder flexibel bleiben will, spart im eigenen Namen — dann fallen aber die eigenen Steuern an.
Welche Steuervorteile hat ein Kind?+
Ein Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag und einen Grundfreibetrag. Solange die Kapitalerträge des Kindes darunter bleiben, sind sie steuerfrei — über eine Nichtveranlagungsbescheinigung lässt sich der Steuerabzug ganz vermeiden. Achte darauf, dass hohe Kindeseinkünfte die beitragsfreie Familienversicherung nicht gefährden.
Was ist die beste Anlage für Kinder?+
Für den langen Horizont ein breit gestreuter, thesaurierender Welt-ETF im Sparplan — günstig, einfach und renditestark. Klassische Sparbücher oder Ausbildungsversicherungen bringen nach Kosten und Inflation meist zu wenig. Entscheidend sind niedrige Kosten und Geduld.
Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 11. Juli 2026.