Aktien & ETF über die GmbH — lohnt das?
Kursgewinne aus Aktien sind über die Kapitalgesellschaft nach § 8b fast steuerfrei (~1,5 %). Dividenden im Streubesitz dagegen voll (~30 %). Der Rechner zeigt, was je nach Aufteilung netto bleibt — Privatdepot gegen GmbH-Depot.
Die GmbH glänzt bei Kursgewinnen, verliert aber bei Dividenden im Streubesitz. Bei ETFs ist der Vorteil klein — dort zählen eher die Kostenvorteile des Privatdepots.
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Was netto bleibt — im Privatdepot gegenüber dem Depot in der GmbH.
Merke: Die GmbH ist bei Kursgewinnen aus Aktien stark (§ 8b), bei Dividenden im Streubesitz schwächer als das Privatdepot. Bei ETFs ist der Steuervorteil klein — dort punktet das Privatdepot mit günstigen Sparplänen.
Vereinfachte Modellrechnung 2026: Kursgewinne aus Aktien in der KapGes nach § 8b KStG (5 % steuerpflichtig zum KapGes-Satz), Dividenden bei Streubesitz voll steuerpflichtig, ab 10 % Beteiligung ebenfalls § 8b. Privat: 26,375 % Abgeltungsteuer. Ohne Sparerpauschbetrag, Fonds-Teilfreistellung im Detail, Verlustverrechnung und laufende Kosten. Keine Steuer- oder Anlageberatung.
Wann brauchst du diesen Rechner?
Sehen, warum die GmbH bei Kursgewinnen glänzt, bei Dividenden im Streubesitz aber nicht.
Wachstumsdepots mit Kursgewinnen profitieren stärker von der GmbH als Dividendenstrategien.
Ab 10 % Beteiligung sind auch Dividenden fast steuerfrei — der Schalter zeigt den Unterschied.
Bei ETFs ist der Steuervorteil klein; die Kostenvorteile des Privatdepots wiegen oft schwerer.
Häufige Fragen
Warum sind Kursgewinne über die GmbH so günstig?+
Verkauft eine Kapitalgesellschaft Anteile an anderen Kapitalgesellschaften (Aktien), sind nach § 8b KStG 95 Prozent des Gewinns steuerfrei. Nur 5 Prozent gelten als nicht abziehbare Betriebsausgabe und werden mit rund 30 Prozent besteuert — effektiv also nur etwa 1,5 Prozent. Im Privatdepot fallen dagegen 26,375 Prozent Abgeltungsteuer an. Für Kursgewinne aus Aktien ist die GmbH damit steuerlich klar im Vorteil.
Warum sind Dividenden anders?+
Dividenden sind in der GmbH nur dann zu 95 Prozent steuerfrei, wenn die Beteiligung mindestens 10 Prozent beträgt. Bei kleineren Beteiligungen (Streubesitz unter 10 Prozent) — der Normalfall bei einem breiten Aktiendepot — sind Dividenden in der GmbH voll steuerpflichtig und werden mit rund 30 Prozent besteuert. Das ist mehr als die 26,375 Prozent im Privatdepot. Bei einer Dividendenstrategie ist das Privatdepot deshalb leicht im Vorteil.
Und wie sieht es bei ETFs aus?+
Bei ETFs hat die GmbH nur einen kleinen steuerlichen Vorteil (über die Teilfreistellung für Kapitalgesellschaften). Dem stehen aber Kostenvorteile des Privatdepots gegenüber: Durch den starken Wettbewerb gibt es dort sehr viele günstige oder kostenlose ETF-Sparpläne. Bei ETFs gibt es daher keinen klaren Gewinner — den Ausschlag geben Anlagestrategie und persönliche Präferenz, nicht die Steuer.
Lohnt sich eine eigene Investment-GmbH?+
Das kann sich lohnen, wenn du ohnehin eine GmbH-Struktur hast und Kapital darin arbeiten lässt — besonders bei einer wachstumsorientierten Aktienstrategie mit Kursgewinnen. Für eine reine Dividendenstrategie oder ein ETF-Depot ist der Vorteil klein bis negativ. Zudem verursacht eine GmbH laufende Kosten und Formalpflichten. Ob es sich rechnet, hängt stark von deinem Anlagestil und Volumen ab.
Ist das eine Steuer- oder Anlageberatung?+
Nein. Der Rechner ist eine vereinfachte Modellrechnung nach § 8b KStG und § 32d EStG (Stand 2026). Er berücksichtigt keine Teilfreistellungen für Fonds im Detail, keinen Sparerpauschbetrag, keine Verlustverrechnung und keine laufenden Kosten. Ein Investment über eine GmbH gehört mit einer Steuerberatung geklärt.