Der stille Renditekiller
Ein Prozentpunkt mehr laufende Kosten klingt harmlos — über Jahrzehnte kostet er ein Vermögen. Vergleiche einen günstigen und einen teuren ETF und sieh, wie viel Endkapital die TER dich wirklich kostet.
Die TER wird jedes Jahr aus dem Fondsvermögen entnommen und mindert deine Rendite. Weil der Zinseszins auf dem entgangenen Geld fehlt, wächst der Schaden über die Zeit überproportional.
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Wie viel Endkapital die höheren Kosten über die Jahre kosten.
Vereinfachte Berechnung mit konstanter Rendite und monatlicher Verzinsung; die TER wird als jährlicher Renditeabschlag berücksichtigt. Keine Prognose, keine Anlageberatung. Handels- und interne Transaktionskosten sowie Steuern sind nicht enthalten. Reale Renditen schwanken.
Wann brauchst du diesen Rechner?
Zwei ähnliche ETFs mit unterschiedlicher TER fair vergleichen.
Was eine TER von 1,5 % gegenüber 0,2 % über 30 Jahre wirklich kostet.
Sichtbar machen, warum Profis so stark auf niedrige Gebühren achten.
Vor einem Wechsel abschätzen, ob sich der günstigere ETF lohnt.
Häufige Fragen
Was ist die TER?+
Die TER (Total Expense Ratio, Gesamtkostenquote) fasst die laufenden jährlichen Kosten eines Fonds oder ETFs zusammen — Verwaltung, Depotbank, Lizenzgebühren und mehr. Sie wird als Prozentsatz pro Jahr angegeben und laufend aus dem Fondsvermögen entnommen, du zahlst sie also nicht separat, sondern sie mindert direkt deine Rendite. Breite Welt-ETFs liegen oft bei 0,1 bis 0,25 %, aktiv gemanagte Fonds häufig bei 1,5 % oder mehr.
Warum wirkt ein kleiner Prozentsatz so stark?+
Weil die Kosten jedes Jahr anfallen und der Zinseszins auf das entgangene Kapital fehlt. Ein Prozentpunkt mehr TER klingt harmlos, frisst über 30 Jahre aber schnell einen fünf- bis sechsstelligen Betrag — nicht nur die Gebühr selbst, sondern auch die Rendite, die dieses Geld sonst erwirtschaftet hätte. Genau das macht die TER zum „stillen Renditekiller".
Ist die TER die einzige Kostengröße?+
Nein. Hinzu kommen Handelskosten (Spread, Ordergebühren beim Kauf) und im Fonds interne Transaktionskosten, die nicht in der TER stecken. Auf der anderen Seite können physisch replizierende ETFs durch Wertpapierleihe kleine Zusatzerträge erzielen. Für den Vergleich zweier Fonds ist die TER dennoch die wichtigste und aussagekräftigste Kennzahl.
Bedeutet teurer gleich schlechter?+
Bei nahezu identischer Anlage — etwa zwei ETFs auf denselben Index — ist der günstigere fast immer die bessere Wahl, weil die Wertentwicklung sehr ähnlich ist. Bei aktiven Fonds verspricht die höhere Gebühr eine Überrendite; die gelingt langfristig aber nur einer Minderheit zuverlässig. Deshalb sind niedrige Kosten einer der wenigen verlässlichen Renditehebel, die du selbst steuern kannst.