Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen deinem Bedarf im Ruhestand (Faustregel: rund 80 % des letzten Nettos) und deinen Alterseinkünften, vor allem der gesetzlichen Rente. Weil das Rentenniveau bei rund 48 % des Durchschnittslohns liegt, ist die Lücke für die meisten deutlich. Um sie zu schließen, gilt: früh anfangen, damit der Zinseszins wirkt. Für die meisten ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan der einfachste und günstigste Weg. Betriebliche Altersvorsorge (bAV) und Rürup-Rente ergänzen ihn mit Steuervorteilen, besonders für Höherverdiener. Berechne deine gesetzliche Rente vorab, um die Lücke konkret zu beziffern.
„Die Rente ist sicher” — der Satz ist berühmt und irreführend. Sicher ist, dass sie kommt. Unsicher ist, ob sie reicht. Für die meisten tut sie das nicht.
Was die Rentenlücke ist
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Ruhestand brauchst (Faustregel: rund 80 % des letzten Nettos), und dem, was du bekommst — vor allem der gesetzlichen Rente. Weil das Rentenniveau bei rund 48 % des Durchschnittslohns liegt, klafft dazwischen eine erhebliche Lücke.
Erst die Rente schätzen
Bevor du planst, beziffere die Lücke: Schätze deine gesetzliche Rente mit dem Rentenpunkte-Rechner und stell sie deinem Bedarf gegenüber. Erst dann weißt du, wie viel privat fehlt.
Die Wege, die Lücke zu schließen
- ETF-Sparplan: für die meisten der einfachste und günstigste Weg — breit gestreut, flexibel, renditestark. Rechne im ETF-Rechner.
- Betriebliche Altersvorsorge (bAV): lohnt vor allem mit gutem Arbeitgeberzuschuss — siehe bAV & Rürup.
- Rürup-Rente: für Selbstständige und Höherverdiener mit hoher Steuerlast.
Zeit ist der wichtigste Faktor
Der stärkste Hebel ist nicht die Sparrate, sondern der frühe Start. Wer mit 30 beginnt, kommt mit deutlich kleineren Beträgen aus als jemand, der mit 50 anfängt, weil der Zinseszins über die Jahrzehnte den Großteil übernimmt. Der teuerste Fehler ist, zu warten.
In Kürze
- Rentenniveau rund 48 % — die Lücke ist für die meisten real.
- Erst die gesetzliche Rente schätzen, dann die Lücke beziffern.
- Schließen mit ETF-Sparplan, ergänzt um bAV/Rürup.
- Früh anfangen — der Zinseszins macht den Unterschied.
Die Rentenlücke ist die Differenz zwischen dem, was du im Ruhestand brauchst, und dem, was die gesetzliche Rente bringt. Bei einem Rentenniveau von rund 48 % ist sie für die meisten erheblich. Die gute Nachricht: Wer früh anfängt, schließt sie mit überschaubaren Beträgen — der Zinseszins übernimmt den Großteil der Arbeit. Für die meisten ist ein breit gestreuter ETF-Sparplan der einfachste Weg; bAV und Rürup ergänzen ihn steuerlich, vor allem für Höherverdiener. Der größte Fehler ist, zu spät anzufangen.
Häufige Fragen
Wie groß ist meine Rentenlücke?+
Sie ergibt sich aus deinem voraussichtlichen Bedarf (Faustregel rund 80 % des letzten Nettoeinkommens) minus deiner erwarteten gesetzlichen Rente und weiterer Alterseinkünfte. Schätze zuerst die gesetzliche Rente mit dem Rentenpunkte-Rechner, dann kennst du die Größenordnung der Lücke.
Wie schließe ich die Lücke am besten?+
Für die meisten mit einem breit gestreuten, thesaurierenden ETF-Sparplan — günstig, flexibel und renditestark. Ergänzend lohnen betriebliche Altersvorsorge (besonders mit Arbeitgeberzuschuss) und für Selbstständige oder Höherverdiener die Rürup-Rente. Entscheidend ist, früh und regelmäßig zu sparen.
Wie viel muss ich sparen?+
Das hängt von Lücke, Zeithorizont und Rendite ab. Je früher du beginnst, desto weniger musst du monatlich zurücklegen, weil der Zinseszins den Großteil übernimmt. Wer mit 30 startet, kommt mit deutlich kleineren Raten aus als jemand, der mit 50 beginnt.
Reicht die gesetzliche Rente nicht doch?+
Für die meisten nicht, um den Lebensstandard zu halten. Das Rentenniveau von rund 48 % bezieht sich zudem auf den Durchschnittslohn — wer mehr verdient hat, hat eine relativ größere Lücke. Sich allein auf die gesetzliche Rente zu verlassen, ist riskant.
Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 11. Juli 2026.