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Was deine Fondskosten wirklich kosten

TER, Produktkosten und Spread wirken über die Jahre wie ein Zinseszins in die falsche Richtung. Das Effektivkosten-Röntgen zeigt Endwert brutto gegen netto, die Kostenkeule in Euro und die eine ehrliche Kennzahl: die Effektivkosten pro Jahr.

So liest du das Ergebnis · Effektivkosten p. a.

Die Effektivkosten pro Jahr (Reduction in Yield) bündeln alle Kosten in einer Zahl: Sie sagen, um wie viele Prozentpunkte deine Rendite jedes Jahr geschmälert wird. Genau diese Kennzahl steht auch im gesetzlichen Basisinformationsblatt.

Methodik: Reduction in Yield (PRIIPs/KID)
✓ Kostenlos & ohne Anmeldung · Quellen offengelegt
So funktioniert der Rechner
01

Sparplan eingeben

Rate, Laufzeit und die Bruttorendite, die dein Investment vor Kosten erzielt.

02

Kosten eintragen

Laufende Kosten (TER), etwaige Produkt-/Mantelkosten und einmalige Kosten je Rate (Spread).

03

Effektivkosten ablesen

Die Kostenkeule in Euro und die Effektivkosten pro Jahr — die eine ehrliche Kennzahl.

→ Ergebnis: Effektivkosten p. a., Kostenkeule in Euro und Endwert brutto vs. netto.

Effektivkosten pro Jahr LIVE
Renditeminderung p. a.
0,80 %
Kostenkeule: 52.846 € über 30 J.
Endwert ohne Kosten
365.991
Endwert nach Kosten
313.145
davon eingezahlt
108.000
Wohin die Rendite fließt
dein EndwertKostenkeule
Ohne Kosten
365.991
Nach Kosten
313.145
Sparrate / Monat300
25 €3.000 €
Laufzeit30 Jahre
545
Bruttorendite p. a.7,0 %
2 %10 %
Laufende Kosten (TER)0,80 %
0 %2.5 %
Produkt-/Mantelkosten0,00 %
0 %2 %
Spread / Ausgabeaufschlag je Rate0,00 %
0 %5 %

Die Kostenkeule ist real: Kosten schmälern nicht nur, was du zahlst, sondern auch die Rendite, die dieses Geld über Jahrzehnte erwirtschaftet hätte. Ein einziger Prozentpunkt kann über die Laufzeit einen fünf- bis sechsstelligen Betrag ausmachen. Kosten sind das Einzige an der Geldanlage, das du sicher kennst — und beeinflussen kannst.

Vereinfachte Modellrechnung: nachschüssiger Sparplan, konstante Bruttorendite und konstante Kosten. Laufende Kosten (TER + Produkt-/Mantelkosten) mindern die Rendite, der Spread mindert jede Rate. Effektivkosten p. a. als Reduction in Yield ermittelt. Ohne Steuern und ohne Kostenschwankungen. Renditen nicht garantiert. Keine Anlageberatung.

Wann brauchst du diesen Rechner?

1
Fonds ehrlich vergleichen

Zwei Produkte mit unterschiedlichen Kosten auf eine einzige Zahl bringen: die Renditeminderung pro Jahr.

2
Versicherungsmantel prüfen

Was die zusätzlichen Kosten einer Fondspolice über Jahrzehnte wirklich ausmachen.

3
Die Kostenkeule sehen

Wie aus scheinbar kleinen Prozentsätzen über die Zeit ein sechsstelliger Betrag werden kann.

4
Reduction in Yield verstehen

Die Kennzahl, die auch die gesetzlichen Kosteninformationen (PRIIPs/KID) ausweisen.

Häufige Fragen

Was sind Effektivkosten pro Jahr?+

Die Effektivkosten pro Jahr — auch Reduction in Yield (RIY) genannt — drücken alle Kosten eines Investments als jährliche Renditeminderung aus. Erzielt dein Fonds brutto 7 Prozent und beträgt die Effektivkostenquote 1,5 Prozentpunkte, bleiben dir netto 5,5 Prozent. Diese eine Zahl macht Produkte mit ganz unterschiedlichen Kostenarten vergleichbar und wird auch in den gesetzlichen Basisinformationsblättern (PRIIPs/KID) ausgewiesen.

Warum ist die Kostenkeule so groß?+

Weil Kosten nicht nur den Betrag schmälern, den du zahlst, sondern auch die Rendite, die dieser Betrag über die Jahre erwirtschaftet hätte. Ein Prozentpunkt laufende Kosten wirkt über 30 Jahre wie ein Zinseszins in die falsche Richtung. Aus scheinbar kleinen jährlichen Prozentsätzen wird so über die Laufzeit schnell ein fünf- bis sechsstelliger Betrag — die sogenannte Kostenkeule.

Welche Kosten sollte ich eintragen?+

Die laufenden Kosten (TER) findest du im Factsheet oder Basisinformationsblatt des Fonds. Produkt- oder Mantelkosten fallen zusätzlich an, wenn der Fonds in einer Hülle steckt, etwa einer Fondspolice oder einem fondsgebundenen Riester-/Rürup-Vertrag. Der Spread bildet einmalige Kosten je Kauf ab — den Abstand zwischen An- und Verkaufskurs oder einen Ausgabeaufschlag. Je vollständiger du die Kosten erfasst, desto ehrlicher die Effektivkostenquote.

Sind niedrige Kosten immer besser?+

Bei sonst gleichem Investment ja — jeder Kostenpunkt schmälert unmittelbar deine Rendite, und Kosten sind das Einzige an der Geldanlage, das du sicher kennst. Deshalb sind breit gestreute Indexfonds mit niedriger TER für den Kern vieler Depots so attraktiv. Höhere Kosten lohnen sich nur, wenn dem ein belegbarer Mehrwert gegenübersteht — und der ist bei aktiven Produkten langfristig selten nachweisbar.

Ist das eine Anlageberatung?+

Nein. Der Rechner ist eine vereinfachte Modellrechnung. Er unterstellt konstante Kosten und eine konstante Bruttorendite; in der Realität schwanken Renditen und teils auch Kosten. Steuern sind nicht berücksichtigt. Für eine individuelle Entscheidung ist eine unabhängige Beratung sinnvoll.