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Kinderdepot: Steuervorteil und die KV-Grenze

Depotwert und erwartete Rendite eingeben — sofort siehst du die Steuer-Ersparnis gegenüber dem Eltern-Depot und ab wann die beitragsfreie Familienversicherung kippt. Stand 2026.

Prinzip · Stand 2026

Bis 13.384 € Kapitalerträge bleiben im Kinderdepot steuerfrei. Aber Achtung: Schon bei 7.780 € endet die beitragsfreie Familienversicherung — die kritischere Grenze.

Quelle: § 32a EStG (Grundfreibetrag) · § 10 SGB V (Familienversicherung)
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So funktioniert der Rechner
01

Depot & Rendite

Geplanten Depotwert und die erwartete jährliche Kapitalrendite (Kursgewinne, Dividenden, Vorabpauschale) eingeben.

02

NV-Bescheinigung

Angeben, ob eine Nichtveranlagungsbescheinigung vorliegt — sie hält die Abgeltungssteuer fern.

03

Zwei Grenzen sehen

Steuerfrei bis 13.384 €, aber die Familienversicherung kippt schon bei 7.780 € Kapitalerträgen.

→ Ergebnis: Steuer-Ersparnis pro Jahr, die beiden kritischen Grenzen und eine klare Empfehlung.

Steuer-Ersparnis gegenüber dem Eltern-Depot LIVE
Steuer-Ersparnis / Jahr
528
Kapitalerträge: 2.000 € / Jahr
Steuerfrei bis Depotwert
334.600
KV-frei bis Depotwert
194.500
Nichtveranlagungsbescheinigung (NV)
Depotwert des Kindes50.000
1.000 €400.000 €
Erwartete Kapitalrendite / Jahr4 %
1 %8 %

Vereinfachte Modellrechnung (Stand 2026). Steuerfrei-Grenze aus Grundfreibetrag (12.348 €) + Sparerpauschbetrag (1.000 €) + Sonderausgaben-Pauschbetrag (36 €); Familienversicherungs-Grenze aus 565 €/Monat Gesamteinkommen + Sparerpauschbetrag ≈ 7.780 €/Jahr. Steuer-Ersparnis gegenüber der Besteuerung beim Elternteil mit 26,375 % (Abgeltungssteuer + Soli), sofern die Erträge dort nicht ohnehin freigestellt wären. Voraussetzung: keine weiteren Einkünfte des Kindes. Keine Steuerberatung.

Wann brauchst du diesen Rechner?

1
Steuervorteil nutzen

Den eigenen Grundfreibetrag des Kindes ausschöpfen — statt Erträge beim Elternteil zu versteuern.

2
Die KV-Falle vermeiden

Sehen, ab welchem Depotwert die beitragsfreie Familienversicherung endet — der teure, oft übersehene Haken.

3
Depot der Eltern vergleichen

Wie groß der Steuervorteil eines Kinderdepots gegenüber dem eigenen Depot wirklich ist.

4
Sparplan dimensionieren

Den monatlichen Sparbetrag so wählen, dass Erträge unter den kritischen Grenzen bleiben.

Häufige Fragen

Wie viel bleibt im Kinderdepot steuerfrei?+

Ein Kind hat einen eigenen Grundfreibetrag (2026: 12.348 €), dazu den Sparerpauschbetrag von 1.000 € und den Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 €. In Summe können so rund 13.384 € Kapitalerträge pro Jahr steuerfrei bleiben — vorausgesetzt, das Kind hat keine weiteren Einkünfte. Damit die Bank keine Abgeltungssteuer einbehält, braucht es einen Freistellungsauftrag und für Beträge über dem Pauschbetrag eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung) vom Finanzamt.

Was ist die Familienversicherungs-Falle?+

Das ist der entscheidende Haken, den viele übersehen: Steuerfrei heißt nicht automatisch krankenversicherungsfrei. Übersteigt das regelmäßige Gesamteinkommen des Kindes 2026 rund 565 € im Monat — bei Kapitalerträgen zusammen mit dem Sparerpauschbetrag etwa 7.780 € im Jahr — endet die beitragsfreie Familienversicherung, und zwar unter Umständen rückwirkend. Das Kind muss sich dann selbst gesetzlich versichern, was schnell rund 130 € im Monat kostet. Die KV-Grenze (7.780 €) liegt also deutlich unter der Steuergrenze (13.384 €).

Was ist die NV-Bescheinigung?+

Die Nichtveranlagungsbescheinigung bescheinigt dem Finanzamt, dass die Einkünfte des Kindes voraussichtlich unter dem Grundfreibetrag liegen. Reichst du sie bei der Depotbank ein, behält diese keine Abgeltungssteuer ein — auch nicht oberhalb des Sparerpauschbetrags. Sie gilt in der Regel für drei Jahre und ist der Schlüssel, um den vollen Grundfreibetrag des Kindes für Kapitalerträge zu nutzen.

Welche Nachteile hat ein Kinderdepot?+

Das Geld gehört rechtlich dem Kind — die Eltern verwalten es nur treuhänderisch und dürfen es nicht für eigene Zwecke zurückholen. Mit 18 kann das Kind frei darüber verfügen. Außerdem zählt das Depot als Vermögen des Kindes, etwa beim späteren BAföG, und hohe Erträge können wie beschrieben die Familienversicherung kosten. Ein Kinderdepot ist ein starkes Steuerinstrument, aber kein zweites Elterndepot.