Wie viel mehr Netto durch die Steuerreform 2026?
Der Grundfreibetrag ist 2026 auf 12.348 € gestiegen und die Tarifzonen wurden verschoben. Gib dein zu versteuerndes Einkommen ein und sieh sofort, wie viel dich der neue Tarif gegenüber 2025 entlastet — pro Jahr und pro Monat.
Verglichen wird die Einkommensteuer nach dem Tarif 2025 und dem Tarif 2026 (§ 32a EStG). Eingabe ist das zu versteuernde Einkommen nach allen Abzügen — nicht das Bruttogehalt.
zvE + Veranlagung
Zu versteuerndes Einkommen eingeben, einzeln oder mit Ehegattensplitting.
Tarif 2025 vs. 2026
Wir berechnen beides nach § 32a EStG — alter und neuer Tarif.
Netto-Mehrwert
Die Ersparnis pro Jahr und pro Monat, plus Balkenvergleich.
Vereinfachte Jahresberechnung nach dem Grundtarif § 32a EStG (2025 und 2026); bei Splitting wird der Betrag auf zwei Personen aufgeteilt und verdoppelt. *Die 5-Jahres-Zahl unterstellt gleiche Entlastung je Jahr und ist eine grobe Orientierung. Ohne Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und individuelle Freibeträge. Keine Steuerberatung.
Was die Reform 2026 am Tarif ändert
Die Steuersätze bleiben gleich — verschoben werden die Schwellen, ab denen sie greifen. Das gleicht die kalte Progression aus, damit ein reiner Inflationsausgleich beim Gehalt nicht in eine höhere Steuer rutscht.
| Tarif-Schwelle | 2025 | 2026 | Änderung |
|---|---|---|---|
| Grundfreibetrag (Single) | 12.096 € | 12.348 € | +252 € |
| Grundfreibetrag (Splitting) | 24.192 € | 24.696 € | +504 € |
| Ende 1. Progressionszone | 17.443 € | 17.799 € | +356 € |
| Spitzensteuersatz (42 %) ab | 68.481 € | 69.879 € | +1.398 € |
| Reichensteuer (45 %) ab | 277.826 € | 277.826 € | unverändert |
Aktuell (2026) vs. geplante Reform ab 2028
Der oben berechnete Schritt 2025 → 2026 ist bereits in Kraft. Darüber hinaus hat der Koalitionsausschuss am 1. Juli 2026 eine weitere Stufe vereinbart, die ab 2027 greifen und voll ab 2028 wirken soll. Die wichtigsten geplanten Eckwerte:
| Merkmal | aktuell (2026) | Reform (ab 2028, geplant) |
|---|---|---|
| Grundfreibetrag (Single) | 12.348 € | rund 12.900 € |
| Spitzensteuersatz (42 %) ab | 69.879 € | rund 70.600 € |
| Arbeitnehmer-Pauschbetrag | 1.230 € | 1.430 € |
| Kindergeld (je Kind / Monat) | 259 € | 272 € |
Das BMF beziffert die Entlastung einer berufstätigen Familie mit zwei Kindern und 60.000 € zu versteuerndem Einkommen ab 2028 auf mehr als 600 € pro Jahr; das Gesamtvolumen liegt bei rund 10 Milliarden Euro jährlich, gegenfinanziert über eine höhere Reichensteuer. Wichtig: Diese Stufe ist bislang eine politische Einigung und noch nicht final beschlossen — die genaue Tarifformel für 2028 steht noch aus. Deshalb rechnet dieser Rechner bewusst nur den bereits geltenden Schritt 2025 → 2026 exakt durch und nennt die 2028er-Werte als Eckdaten. Die vollständige Einordnung liefert der Ratgeber Steuerreform 2026: was gilt, was geplant ist.
Häufige Fragen
Was ändert die Steuerreform 2026 am Tarif?
Der Grundfreibetrag steigt von 12.096 € (2025) auf 12.348 € (2026), und die Tarifzonen werden zum Ausgleich der kalten Progression um rund 2 % verschoben. Der Spitzensteuersatz von 42 % greift dadurch erst ab 69.879 € statt 68.481 € zu versteuerndem Einkommen. Der Steuersatz selbst (14 % Eingang, 42 % Spitze, 45 % Reichensteuer) bleibt unverändert.
Wie viel mehr Netto bringt die Reform 2026?
Je nach Einkommen etwa 150 € (bei 30.000 € zvE) bis rund 700 € (bei 150.000 € zvE) pro Jahr. Verheiratete mit Ehegattensplitting kommen ungefähr auf das Doppelte. Deinen konkreten Wert zeigt der Rechner oben.
Rechnet der Rechner mit dem Brutto oder dem zu versteuernden Einkommen?
Mit dem zu versteuernden Einkommen (zvE) — also dem Betrag nach allen Abzügen (Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgeaufwendungen). Er ist niedriger als das Bruttogehalt. Dein exaktes Netto berechnet der Brutto-Netto-Rechner.
Was ist ab 2027/2028 zusätzlich geplant?
Der Koalitionsausschuss hat am 1. Juli 2026 eine weitere Stufe vereinbart: Grundfreibetrag auf rund 12.900 €, der 42-%-Satz erst ab etwa 70.600 €, höheres Kindergeld und Arbeitnehmer-Pauschbetrag — Entlastungsvolumen rund 10 Milliarden Euro pro Jahr. Das ist bislang eine politische Einigung und noch nicht final beschlossen; die genaue Tarifformel steht noch nicht fest. Dieser Rechner bildet daher den bereits geltenden Schritt 2025 → 2026 ab.