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Welche Versicherungen brauche ich 2026? Die ehrliche Liste

uumsgeld Redaktion Aktualisiert am 11. Juli 2026 ca. 3 Min.
Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigste Regel bei Versicherungen: Sichere große, existenzbedrohende Risiken ab und trage kleine Schäden selbst. Für die meisten Menschen sind nur drei Versicherungen wirklich wichtig: die Privathaftpflicht (schützt vor hohen Schadenersatzforderungen), die Berufsunfähigkeitsversicherung (sichert das Einkommen bei Verlust der Arbeitskraft) und — sobald andere finanziell von dir abhängen — die Risikolebensversicherung. Sinnvolle Ergänzungen je nach Situation sind Hausrat, Kfz-Haftpflicht (Pflicht) und für Selbstständige die Krankentagegeldversicherung. Überflüssig sind meist Handy-, Brillen-, Glasbruch-, Sterbegeld- und Reisegepäckversicherungen — sie decken Schäden ab, die man problemlos selbst tragen kann.

Versicherungsvertreter haben ein einfaches Ziel: möglichst viele Policen verkaufen. Deine Aufgabe ist das Gegenteil — nur das absichern, was dich wirklich ruinieren könnte.

Das Prinzip: große Risiken, kleine selbst

Die einzige Regel, die du brauchst: Versichere existenzbedrohende Risiken, trage kleine Schäden selbst. Ein kaputtes Handy tut weh, ruiniert dich aber nicht. Eine lebenslange Schadenersatzforderung oder der Verlust deines Einkommens schon.

Die drei wichtigen

  1. Privathaftpflicht: Schützt vor hohen Schadenersatzforderungen — wenn du etwa fahrlässig einen großen Schaden verursachst. Kostet fast nichts und ist ein Muss. Mehr im Ratgeber Haftpflicht & Hausrat.
  2. Berufsunfähigkeit: Sichert dein Einkommen, wenn du nicht mehr arbeiten kannst — für die meisten die wichtigste Absicherung.
  3. Risikolebensversicherung: Sobald Menschen finanziell von dir abhängen (Partner, Kinder, gemeinsame Immobilie) — siehe Risikoleben.

Sinnvolle Ergänzungen

Je nach Situation: Hausrat (wenn der Besitz es wert ist), Kfz-Haftpflicht (Pflicht für Autohalter), für Selbstständige die Krankentagegeldversicherung. Kein Muss, aber oft vernünftig.

Die Geldverschwender

Meist überflüssig, weil sie nur kleine, selbst tragbare Schäden abdecken:

  • Handy-, Brillen-, Glasbruchversicherung
  • Reisegepäck- und Sterbegeldversicherung
  • die meisten Zusatzpolicen zu bestehenden Verträgen

In Kürze

  • Große Risiken absichern, kleine selbst tragen.
  • Wirklich wichtig: Haftpflicht, BU, (mit Familie) Risikoleben.
  • Sinnvolle Ergänzung: Hausrat, Kfz (Pflicht), ggf. Krankentagegeld.
  • Handy, Brille, Glasbruch & Co. sind meist Geldverschwendung.
Unsere Einschätzung

Bei Versicherungen gilt: existenzbedrohende Risiken absichern, kleine Schäden selbst tragen. Für die meisten reichen drei: die Privathaftpflicht (schützt vor ruinösen Schadenersatzforderungen), die Berufsunfähigkeit (sichert das Einkommen) und — sobald Menschen von dir finanziell abhängen — die Risikolebensversicherung. Alles andere ist bestenfalls Ergänzung. Klassiker wie Handy-, Brillen- oder Glasbruchversicherung kosten nur Geld, weil sie Schäden abdecken, die du problemlos selbst tragen kannst.

Häufige Fragen

Welche Versicherungen sind wirklich Pflicht?+

Existenziell wichtig sind für die meisten die Privathaftpflicht und die Berufsunfähigkeitsversicherung, mit Familie zusätzlich die Risikolebensversicherung. Gesetzlich vorgeschrieben ist zudem die Kfz-Haftpflicht (wer ein Auto hält) und die Krankenversicherung. Alles andere ist eine Frage der individuellen Situation.

Welche Versicherungen sind überflüssig?+

Meist verzichtbar sind Handy-, Brillen-, Glasbruch-, Reisegepäck- und Sterbegeldversicherungen. Sie decken kleine Schäden ab, die man selbst tragen kann, und lohnen sich über die Zeit selten. Auch viele Zusatzpolicen zu bestehenden Verträgen sind unnötig.

Brauche ich eine Hausratversicherung?+

Sie ist sinnvoll, aber keine Pflicht. Sie ersetzt den Hausrat bei Feuer, Einbruch, Leitungswasser oder Sturm. Wer wertvollen Hausrat besitzt oder dessen Wiederbeschaffung nicht aus der Rücklage stemmen könnte, sollte sie haben — sie ist günstig. Wer sehr wenig besitzt, kann verzichten.

Nach welchem Prinzip entscheide ich?+

Nach der Schwere des Risikos: Kann ein Schaden dich finanziell ruinieren (Haftpflicht, Einkommensverlust, Tod des Verdieners), musst du ihn versichern. Kannst du ihn aus der Rücklage bezahlen (kaputtes Handy, Brille), brauchst du keine Versicherung. Kleine Risiken selbst tragen spart über die Jahre viel Geld.

Unabhängig recherchiert. Manche Empfehlungen sind Partnerangebote (auch aus der MyWage-Gruppe) und werden gekennzeichnet. Inhalte dienen der Information und sind keine Anlage- oder Steuerberatung. Stand 11. Juli 2026.